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Herbert Mackinger: Libretto zur Oper 'Cerro Rico'

Der Cerro Rico im Hochland Boliviens ist ein Symbol für unendlichen Reichtum, mehr noch für eine anhaltende menschliche Tragödie. Schon von den Inka entdeckt, beuteten die spanischen Eroberer die Erze des Berges aus - und mit ihnen die indianische Bevölkerung, sodass letztere bedenklich nahe an ihre Ausrottung gelangte. Das Elend dieser Menschen setzt sich bis heute fort: Es gibt weder verlässliche Grubenpläne, noch Sicherungsmaßnahmen, sodass die Lebenserwartung der „Mineros“ heute bei ca. 37 Jahren liegt. Ein erheblicher Teil von ihnen stirbt an der Lungenkrankheit Silikose, ein anderer verunfallt …

Diese Not, gepaart mit der politischen Unterdrückung, ließ einen synkretistischen Glauben an den "Tio" entstehen - den Herrn der Mine - dem die Bergarbeiter bei ihrer Einfahrt huldigen bzw. Tribut in Form von Koka-Blättern, Alkohol, Zigarren oder Geld leisten. Er ist es, der für das Leben der Bergleute verantwortlich gemacht wird, aber auch für den Fund von Erzen.

Im Libretto entwickelt sich um den Protagonisten Yupanqui ein Drama, da er einerseits sterbenskrank ist, andererseits über keinen Sohn verfügt, der ihm in die Mine folgen dürfte. Und so nimmt er verbotenerweise seine Tochter Chaska – als Mann verkleidet – in die Mine mit. Schließlich jedoch präsentiert ihm der Tio für dieses „Vergehen“ die Rechnung: „Du schuldest mir dein größtes Opfer“.

Die Oper hält sich an die raue Wirklichkeit des Lebens im Altiplano Boliviens. In ihr enthalten sind auch Elemente der religiös-synkretistischen Denkweise, wie sie in der "Diablada" - eine Darstellung der Figur des Tio mit seiner Entourage im Volksfest (Weltkulturerbe) - vorkommen.

 

Buchinformationen

  • ISBN: 978-3-9503214-9-4
  • Seiten: 63; 3 Abbildungen
  • Autor: Herbert Mackinger
  • Gebundener Ladenpreis: 15,00 € (DE) / 15,40 € (AT)
€15,00
Menge:

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